Kürbis

Veröffentlicht am 12. Oktober 2020 um 08:00

Das Sinnbild für den Herbst - der Kürbis

Von rund, über oval und schlangenförmig bis hin zu einer glatten oder pockennarbigen Schale. Kürbisse sind von außen so unterschiedlich wie es nur geht. Beim Geschmack hingegen ähneln sich die Sorten untereinander. Dezente Abweichungen zwischen den Aromen sind trotzdem vorhanden.
Der dickleibige Verwandte der Gurke und der Zucchini wurde schon 10.000 v. Chr. in Nord- und Südamerika angebaut. Ursprünglich nutzten die Menschen die Kürbissamen, da diese keine Bitterstoffe enthalten. Mit bitter assoziiert der Mensch nämlich automatisch etwas verdorbenes oder giftiges.

Heute gibt es ca. 800 Arten an Kürbissen, darunter zählen Speise- sowie Zierkürbisse.

Zu den hier bekanntesten Arten zählen:

  • Hokkaido
  • Early Butternut
  • Sweet Dumpling
  • Vegetable Spaghetti
  • Muscade de Provonce
  • Uchi Kuri
  • Golden Hubbart
  • und Mini-Pattison

Je nach Sorte sollte die Schale entfernt werden. Bei Kürbissen wie den Hokkaido, kann die Schale mitverzehrt werden. Aus dem Kürbisfleisch lassen sich Gerichte wie Suppe, Eintöpfe, Kuchen, Brote, Marmelade oder süßsauer Eingelegtes herstellen. Der Kürbis kann mit allen Würzrichtungen kombiniert werden. Je nach Sorte klappt das besser oder schlechter und beeinflusst das Ergebnis. So passt der Hokkaido Kürbis besser zu herzhaften Gerichten und der Butternut mehr in die süße Richtung.
Das Fruchtfleisch ist bei allen Sorten, bis auf den Spaghetti Kürbis, wenig faserig. Der Spaghetti Kürbis wird gerade wegen seiner Eigenschaft gerne in der Low Carb Küche eingesetzt. Die Fasern ähneln, im gegarten Zustand, der Spaghetti-Nudel und geben so eine gute Alternative zu der kohlenhydratreichen Nudel ab.

Achtung hier vor den Zierkürbissen. Die sehen zwar sehr gut aus, aber durch den Bitterstoff Cucurbin verursachen sie Magenschmerzen. Diese kann man aber relativ leicht vom Speisekürbis unterscheiden. Dazu muss der Kürbis aufgeschnitten werden. Riecht der Kürbis bitter, ist er nur zur Zierde geeignet. Je kleiner und je weniger Fleisch, desto wahrscheinlicher handelt es sich um einen Zierkürbis.

Einheimische Kürbisse kommen zum Herbst hin auf den Markt. Im Winter ist hingegen die importierte Ware im Laden zu finden.

Durch seine feste und geschlossene Hülle, ist der Kürbis kühl und dunkel gelagert von mehreren Wochen bis hin zu einem Monat haltbar.

 

Aus den Kürbiskernen lässt sich Kürbiskernöl herstellen.
In der kaltgepressten Variante befinden sich viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Vitamine wie A, B1, B2, B6 und E, sowie die Spurenelemente Zink und Selen.
Heißgepresst sind kaum positive ernährungsphysiologische Eigenschaften vorhanden. Meist findet man auch nur die kaltgepresste Variante im Supermarkt.
Geschmacklich ist vom Kürbiskern-Öl eine mild-nussige Note zu erwarten. Gutes Öl ist dickflüssig und von der Farbe her dunkelgrün bis dunkelbraun.
Um von den Eigenschaften des Öls zu profitieren sollte dies weit möglichst nur in der kalten Küche verwendet werden oder nicht höher als 120°C erhitzt werden. Ab diesem Punkt fängt das Öl an zu rauchen und es entwickeln sich giftige Stoffe.


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